Verantwortung

Wenn Dinge nicht funktionieren, Vorhaben scheitern oder unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, sind wir schnell dabei, eine/n Schuldige/n auszumachen. Also jemanden auf den/die wir die Schuld für das Scheitern abladen können und damit unsere eigene Last von unseren Schultern nehmen.

Bei diesem Vorgang werden gleichzeitig zwei Themen angesprochen.
Schuld und Verantwortung. Schon ganz früh in der Menschheitsgeschichte wurde das Thema Schuld propagandiert. Warum ist das wohl so? Schuld lässt sich, wie kaum ein anderes Thema einsetzen, um andere Menschen auszugrenzen und Macht auszuüben. Deshalb haben sich viele Religionen auch diesem Thema verschrieben. Und dieses machtvolle Instrument hat sich über Generationen in unser Denken eingebrannt.

Ich denke es ist an der Zeit, dass wir uns von dieser althergebrachten Denkweise verabschieden und nicht mehr zulassen, dass diese Macht auf uns wirkt. Es gibt keine Schuld. Und es gibt keinen Grund, warum wir uns schlecht fühlen oder anderen dieses Gefühl vermitteln sollten.
Es gibt nur die Verantwortung für unser eigenes Denken und Handeln. Ich gebe zu, das ist im ersten Moment nicht ganz einfach. Weil es keine Ausreden mehr zu lässt. Andererseits bekommen wir dadurch unser eigenes Leben in die eigenen Hände zurück. Nichts und Niemand, außer wir selbst, trägt die Verantwortung für unser Leben. Es gibt auch keinen Anderen, der unsere Entscheidungen trifft. Deshalb erübrigt sich auch die Frage nach der Schuld. Es bringt auch nichts, dass wir uns selbst die Schuld geben. Stattdessen sollten wir uns einfach bewusst darüber werden, wie wir denken, handeln und fühlen.
Das sind die Grundlagen, für unsere Entscheidungen und in der Folge, für den Verlauf unseres Lebens.

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6 Kommentare

  1. Es wird alles so viel leichter, wenn wir in diesem Sinne, der Verantwortung unseres Handelns, statt einer großen Schuld auf uns nehmen. Wir machen viele Fehler, aber gestehen wir uns diese Fehler ein; im Laufe des Lebens verändern wir uns und unser Denken und Handeln wird reifer, somit auch überlegter. Wir machen es besser aus Erfahrung, denn unser Leben ist unser bester Lehrmeister.

  2. Wir entscheiden, welchen Einflüssen wir uns unterwerfen wollen. Nicht ein schlechter Freund bringt uns auf den falschen Weg, sondern unser Beschluss, sich mit einem schlechten Freund auf den Weg zu machen. Nicht Gelegenheit macht Diebe, Diebe nutzen sie nur. Wer anderen die Schuld an seinen falschen Entscheidungen gibt, wird davon vielleicht hin und wieder profitieren. Die negativen Auswirkungen eines solchen Denkens wiegen jedoch schwerer. Da es einem solchen Menschen an Einsicht in seine Fehler mangelt, kann er nicht aus ihnen lernen. So ist es auch alles andere als ein Zufall, dass Leute, die ständig die Schuld auf andere abwälzen, zur Kategorie der Versager, der geborenen Verlierer und ewigen Pechvögel gehören. Wir sollten alle die Verantwortung für das EIGENE Handeln akzeptieren.

  3. Hi Harrald.
    Sehr schön gesagt. Musste ich gleich weitersagen 🙂
    Ein Minus aber trotzdem: Der Google+ Button ist ja nur zum teilen 🙂
    Tipp: Nimm doch den normalen Button. Mit dem kann man auch +1 en UND teilen.
    Liebe Grüße
    Markus

      1. Hi Harrald.
        Ich habe nun nachgesehen. Es gibt wohl nur den einen Button.
        Aber vielleicht liegt es am Schaltflächenstil?
        Ich jedenfalls nutze die „Offizielle Schaltfläche“.
        Liebe Grüße
        Markus

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