Quelle des Bewusstseins

Vielen Dank an den Twitterer @PeterMaya1 , der mir die Inspiration zu diesem Beitrag lieferte.
Letztens auf Twitter ein Tweet von @PeterMaya1 „Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse.“ Das ist wohl so! Andererseits ist die Sprache allerdings auch die Quelle für das Verständnis.  Verständnis entsteht, wenn wir etwas mit Worten beschreiben können. Leider ist unsere Sprache oft nicht reichhaltig genug um das was ist, tatsächlich mit Worten zu beschreiben. Und selbst wenn wir Worte finden, für das was ist, kann es immer noch sein , dass unser Gegenüber ein ganz anderes Verständnis für ein und das selbe Wort hat und ein Dritter es noch einmal anders deutet. Ich mache einmal ein Beispiel:
Nehmen wir doch eines der schönsten Worte unserer Sprache „LIEBE“
Jetzt bin ich davon überzeugt, dass jede/r Leser/in das Wort an sich verstanden hat und doch jede/r seine ganz individuelle Bedeutung darin sieht. Und schon sind wir dabei Verständnis und Missverständnis auf der gleichen Ebene vorzufinden.

Fest steht, das wir zu einem Bewusstsein finden, indem wir innere Vorgänge in Worte kleiden. Die Frage die sich mir gerade stellt, können wir zu einem Bewusstsein kommen, wenn wir keine Worte haben? Haben Tiere und Pflanzen so etwas ähnliches wie Worte, um sich Ihre Existenz bewusst zu machen ? Oder fehlt ihnen das Bewusstsein weil sie keine Worte haben?

Ist die Sprache die Quelle für unser Bewusstsein? Oder ist sie nur das Mittel um unser Bewusstsein auszudrücken? Mit diesem Thema haben sich auch schon alle großen Philosophen auseinandergesetzt und kamen zu keinem gemeinsamen Ergebnis. Das hat wiederum den Vorteil, dass wir unser/e eigenen Worte/eigenes Bewusstsein zu diesem Thema finden dürfen.

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2 Kommentare

  1. Einerseits gehen Worte weit über das hinaus, was wir mit unseren Sinnen erfassen können. Andererseits werden mache von ihnen zu einer Zeit in unsere Gedanken eingebaut, in der wir sie noch gar nicht überprüfen können. Später nehmen wir sie aber als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Schließlich beziehen bestimmte Worte ihre extreme Kraft aus der Tatsache, dass sie die Ziegel unseres Gedankengebäudes sind.
    „Die Grenzen meiner Sprache“, hat der Philosoph Ludwig Wittgenstein gesagt, „sind die Grenzen meiner Welt“.

  2. Interessanter Gedanke, inwieweit Worte unser Bewußtsein beeinflussen.

    Auch spannend, dass Worte so wie sie das Verständnis fördern können, gleichzeitig auch Missverständnisse hervorrufen!

    Liebe Grüße
    Jens

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