Erwartung

Die Spannung lösen


20150124_100104Eines steht schon mal fest.

Wir können nichts festhalten im Leben.
Lass es Gefühle, Zeit, Menschen, Besitz oder Geld sein.Angesichts dieser Tatsache, bringt es uns auch nicht weiter, wenn wir es krampfhaft versuchen.

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Schokoladenseite


Die Schokoladenseite

Jeder Mensch hat zwei Gesichter. Klingt das zunächst nicht ein wenig komisch?
Aus verschiedenen Sichtweisen betrachtet, ergibt das vielleicht einen Sinn.

Schokoladenseite 1

Stellen Sie sich einmal vor, da stehen zwei Menschen vor Ihnen. Den einen von Beiden können Sie gut leiden, der andere ist Ihnen von Grund auf unsympathisch. Ich gehe jede Wette ein. Sie werden hier zwei Gesichter zeigen!

Wenn wir das nun weiterdenken. Dem unsympathischen Menschen bringen Sie unter Umständen ebenfalls zwei unterschiedliche Gesichter entgegen. Sind sie von ihm abhängig, z.B. wenn es sich um Ihren Chef oder Ihre Chefin handelt, kann ich mir vorstellen, dass Sie ein „anderes“ Gesicht aufsetzen, als wenn Sie weiter nichts mit diesem Menschen zu tun haben müssten.

Noch weiter gedacht, der Mensch, der uns unsympathisch erscheint, hat mit Sicherheit viele Menschen um sich, die ihn als sehr sympathisch empfinden. Was ja auch wieder für zwei Gesichter spricht.
Es ist also von unserem Gegenüber abhängig, welches „Gesicht“ wir zeigen und welches wir beim Anderen sehen wollen? Oder ist es vielmehr unsere innere Einstellung die wir unserem Gegenüber entgegenbringen? Sie können frei wählen, welche Sichtweise Ihnen besser gefällt. Mir persönlich, gefällt die zweite besser, denn sie fühlt sich für mich selbstbestimmter an. Der oder die Andere kann letztendlich nichts dafür, wie ich ihn/sie sehen will. Oder vielleicht doch? Denn je nachdem, wie unser Gegenüber uns selbst betrachtet – mit Sympathie oder ohne – wird das Gesicht, das uns gezeigt wird, ein anderes sein.
Es gibt noch eine weitere Ebene der Betrachtungsweise. Wenn Sie die Gesichter virtuell in zwei Hälften teilen, also eine gedachte vertikale Linie genau durch die Mitte des Gesichts ziehen und dann die beiden Gesichtshälften betrachten, werden Sie feststellen, dass jeder Mensch zwei unterschiedlich aussehende Gesichtshälften hat. Manchmal sind die Hälften sehr unterschiedlich und manchmal ist das harmonischer verteilt.

Was es wohl damit auf sich hat? Hängt das mit der Schokoladenseite zusammen? Oder gibt es dafür eine andere Erklärung? Was denken Sie?

Die liebe Erwartungshaltung


Enttäuschte Erwartungen und kaputtes Kinderspielzeug haben viele Gemeinsamkeiten. Wenn einem Kind das Spielzeug kaputt geht, gibt es unterschiedliche Verhaltensweisen, die wir beobachten können. Entweder es legt das kaputte Spielzeug beiseite und nimmt eines der vielen anderen Spielzeuge und fängt ein neues Spiel an. Oder, es hat sich in den Kopf gesetzt, dass es nur dieses einen Spielzeug gibt, um im Moment glücklich zu sein. Würde dieses Kind nun weinen, wenn es einen Weg kennen würde, wie das Spielzeug wieder repariert werden könnte? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Es würde vermutlich einfach weiterspielen. Außer? … Ja außer es hat die unbedingte Erwartungshaltung aufgebaut, dass es einen Erwachsenen geben wird, der diesen Job übernimmt. Alle Achtung, ich habe da immer großen Respekt vor den Energieleistungen, zu denen die Zwergis dann imstande sind, um ihre Erwartung erfüllt zu bekommen. Und wehe es findet sich keiner, der das Problem aus der Welt schafft… oh,oh…
Ein ähnliches Verhalten können wir oft an uns selbst in der Erwachsenenwelt beobachten. Wie oft werden Erwartungen zu unverrückbaren Fixierungen  und wie oft sind diese mit einem 100%igem Erfüllungsanspruch aufgeladen sind. Ein Erfüllungsanspruch an andere Menschen. Werden diese Erwartungen dann nicht erfüllt, sind die Enttäuschungen unendlich groß. Die Enttäuschungen sind oft so groß, dass  kein „Werkzeug“ gefunden wird, die Situation zu „reparieren“. Auch die andere Möglichkeit, eine Alternative zu suchen und einfach weiter zu „spielen“, scheint ausgeschlossen.
Mal ehrlich, in den allermeisten Fällen ist es doch so, dass wir nur wütend darüber sind, dass sich kein anderer findet, der den Job übernimmt. Erschwerend kommt hinzu, dass wir den Job erschaffen haben und auch noch die Dreistigkeit besaßen, diesen Job irgendeinem beliebigen Menschen auf die Schultern zu laden.