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Denkschleife – für die ruhigen Momente im Leben


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Das habe ich gerade auf Wikipedia gefunden. Wenn man nicht aufpasst, gerät man leicht in eine Denkschleife 😉

„wenn nun der wahrnimmt, der sieht, dass er sieht, und hört, dass er hört, und als Gehender wahrnimmt, dass er geht, und wenn es bei allem anderen ebenso eine Wahrnehmung davon gibt, dass wir tätig sind, so dass wir also wahrnehmen, dass wir wahrnehmen, und denken, dass wir denken: und dass wir wahrnehmen und denken, ist uns ein Zeichen, dass wir sind“ nach Aristoteles Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reflexion_(Philosophie)

 

 

 

Kurzgeschichte von der Liebe


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Irrläufer der Liebe mit Baum und Borke

Ich setzte mich zu Fuße eines großen, Schatten spendenden Baumes nieder und meine Gedanken drehten sich mal wieder um die Liebe. Wie es heute um die Liebe steht, und dass wohl die wahre Liebe kaum noch einen Platz in dieser Welt findet – zumindest nicht heute und hier im Jahr 2008.

Plötzlich mischt sich eine Stimme ein und meint:

„Es ist doch der Liebe völlig egal, ob wir das Jahr 2008 oder 1588 schreiben.“ „Bitte?“ „Was schaust du so? Umarmst mich und lehnst dich bei mir an, als wäre ich für dich die einzige Wahrheit, die es noch für dich auf dieser Welt gibt -und dann erkennst du mich nicht?!Warum jammerst du ständig? Wozu bist du denn gekommen? Meinst du, du wirst irgendeines deiner Ziele erreichen, wenn du sogar schon glaubst, die Liebe sei mit der heutigen Zeit verschwunden. Weißt du nicht, dass sie den Gesetzen der Zeit nicht unterliegt – dass ihr keiner was anhaben kann?“ „Aber früher, … früher war alles ganz anders… früher, da gab es edle Ritter, die das Band ihrer Herzensdame trugen. Früher, da gab es arme Ritter, Dichter und Künstler jeglicher Art. Ein reiches Edelfräulein verliebte sich in sie und sie lebten die wahre Liebe, die stärker war als der Tod – ein unzertrennbares Band.“ „Nun und was haben sie davon gehabt? Sie wurden entweder dazu verdonnert, ein Leben lang miteinander zu verbringen und nach den strengen Regeln zu leben oder einer von ihnen wurde geächtet, vertrieben oder gar hingerichtet. Manchmal auch beide, und von der Liebe war dann meist nicht mehr viel zu sehen.Verdammt noch mal! Sei nicht so ignorant!“ „Du weißt genau, was ich meine! Ich meine die Liebe, die unsichtbar da ist. Die die Menschen miteinander verbindet, ohne dass sie darüber nachdenken müssen. Diese Liebe, die keinen Halt macht vor Regeln, Vorschriften oder gegebenen Umständen. Die Kraft und Leben wachsen lässt ohne dummen Ehrgeiz oder sonstige Erwartungshaltung. Die Liebe, die einfach da ist, die gibt es doch nicht mehr.Schön gesprochen,Sag mir, warum hören die Menschen nicht mehr auf ihre innere Stimme? Wo ist bei diesem Lebensspiel die Liebe geblieben?“ „Ganz bestimmt nicht dort, wo du sie vermutest. Ich sagte dir doch, dass sie jegliche Zeit überdauert. Na ja, und manchmal ist sie eben dort und nicht hier.“ „Aber früher war sie doch auch sichtbar da.“ „Ha, früher! Was weißt du schon von Früher? Welches „Früher“ meinst du überhaupt? Deine Jugend? Deine Kindheit? Oder an welche Zeit kannst du dich überhaupt erinnern?“ „Nein.Ich warte!“ „Ach, worauf willst du schon warten?Und was willst du mich sagen hören?Du denkst wohl, du hast die Liebe erschaffen und weißt genau Bescheid. Was weißt du schon davon, was im Leben passiert?“ „Sind nicht immer die wunderbaren Augenblicke im Leben dort, wo die Liebe Oberhand gewinnt? Sind dies nicht die glücklichsten und wahrhaftigsten Momente im Leben eines Menschen, wo die Liebe Einzug hält? Sei still und höre zu! Zeige mir einen Menschen, der nicht ein einiges Mal in seinem Leben die Liebe erfahren hat. Sei es von einem geliebten Menschen, von den Eltern, von den eigenen Kindern oder gar von einem Wildfremden. Wo? Zeig es mir! … immer nur jammern und das Schönste auf Erden nicht wahrnehmen!Soso“ „Wie?“ „Ich hab doch gar nicht gesprochen!“ „Dies nicht, aber ich habe deine Gedanken wohl gehört.“ „Ach, du weißt das wohl besser? Dann sag mir doch, was aus der Liebe zwischen den Menschen geworden ist. Ich glaube, früher haben die Menschen diese bewusster erlebt.“ „Wenn du meinst,Wenn du willst, dann zeig ich es dir. Ich bin der Meinung, die Menschen früher waren nicht anders als heute“ „Wie zeigen?Bleib nur angelehnt und schließe deine Augen. Ich nehme dich mit und du kannst zurück, wann immer du willst. Du musst nur die Feder in die Hand nehmen und anfangen zu schreiben. Willst Du?“ „Gut, dann zeig es mir.“ „Guten Morgen.Du hast lange geschlafen. Wenn du etwas von der Liebe erfahren willst, die auch du in dir trägst, dann solltest du in Zukunft die Morgenstunden nutzen.“ „Was passiert hier?Träum ich?“ „Du hast deinen Gedanken freien Lauf gelassen. Du hast zugelassen, die Welt zu erfahren und befindest dich im Jahre 1588. War das Jahr recht?“ „Was soll das?Du willst doch erfahren, wie und was die Liebe ist.“ „Ja schon, aber wieso schickst du mich dann zurück ins Jahr 1588?“  „Weil du nie erkennen wirst, was die Liebe ist, wenn du dich selber nicht erkennst!“ …

Nov. 2008, Auszug aus

„Irrläufer der Liebe mit Baum und Borke“

von Norma Refle-Waskowsky http://www.refle.de/index.php

Zeit


Die Zeit ist doch nichts anderes als die Aneinanderreihung von einzigartigen Momenten. Durch die Erfassung der Zeit haben wir den Effekt, dass auf der einen Seite Ordnung entsteht und Dinge planbar werden. Andererseits, verlieren wir dadurch in zunehmenden Maße die Wahrnehmung des Moments. Also die einzige Zeit, in der wir Einfluss nehmen können, auf das was mit uns passiert. Je mehr wir uns damit beschäftigen, was Morgen sein wird oder damit, was gestern gewesen war, desto weniger „Zeit“ bleibt uns, im Hier und Jetzt, den Moment zu erleben.