Unbewusstes

Die Blickrichtung entscheidet


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Im Fahrsicherheitstraining lernt man auch für`s richtige Leben. Das hätte ich ja so zunächst nicht geglaubt. Aber wie heißt es so schön „glauben heißt nicht wissen“

Auch hier wurde mir „Unbewusstes bewusst“!

Die spannende Erfahrung war, dass unser Körper automatisch dorthin steuert, wo wir hinschauen.
Wenn wir auf dem oben gezeigten Bild den LKW überholen wollen, ist es deshalb ratsam, dorthin zu schauen, wo wir hin wollen. Also richten wir besser den Blick auf die Straße irgendwo vor dem LKW . Tun wir das nicht und schauen zum Beispiel nach rechts auf den Abstand zum LKW , nähern wir uns diesem unweigerlich, weil unsere Hände dem Blick folgen. Werfen wir den Blick dagegen nach links, um den Abstand zur Mittelleitplanke zu prüfen, steuern wir unmerklich in diese Richtung. Habt ihr das schon einmal ausprobiert? Ich kann nur sagen, sehr spannend.

Unabhängig von diesem praktischen Aspekt, gefällt mir besonders der metaphorische Blick auf diese Aussage. „Die Blickrichtung entscheidet!“

Das Unbewusste


Das ist ja einmal spannend….
Zitat aus Wikipedia: „Das Unbewusste ist in der Psychologie jener Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist. Alltagssprachlich wird es fälschlicherweise oft als Unterbewusstsein bezeichnet (von engl. subconscious = ‚unbewusst‘). Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass unbewusste psychische Prozesse das menschliche Handeln, Denken und Fühlen entscheidend beeinflussen, und dass die Bewusstmachung unbewusster Vorgänge eine wesentliche Voraussetzung für die Therapie von Neurosen ist…

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Unbewusste“

Von meiner Warte aus gesehen ist bewusst machen des Unbewussten nicht nur Voraussetzung für die Behandlung von Neurosen. Viel mehr, ist es die Voraussetzung für ein Leben der freien Entscheidungen. Natürlich stellt sich hier die große Frage, ob wir überhaupt dazu in der Lage sind, freie Entscheidungen zu treffen.
Das ist allerdings nicht der Punkt, denn ich gerade treffen möchte. Vielleicht findet sich hierzu bei anderer Gelegenheit ein Forum.
Wenn ich also die Beantwortung dieser Frage einmal kurz beiseite legen und mich darauf konzentriere, welche Möglichkeiten sich ergeben können, durch die Bewusstmachung von Teilen unseres „Unbewussten“.
So schaffen wir es dann plötzlich, neue Lösungsstrategien zu entwickeln oder stellen fest, dass viele „Probleme“ gar kein Problem darstellen, nur weil wir durch bewusste Wahrnehmung einen anderen Blickwinkel eingenommen haben.
  Wie kommt das Zustande?

In in unserem Gehirn ist alles abgespeichert was wir je erlebt haben … Sinneseindrücke, Gerüche, Gefühle, Emotionen, Erfahrungen, Schmerzen, Glück, Unglück, Ängste; Wut, Trauer, Liebe usw.
Was im Detail alles abgespeichert ist „wissen“ wir meist gar nicht, Beziehungsweise es ist uns eben nicht bewusst.
Die Crux an der Geschichte ist nun, auch wenn wir uns all dessen nicht bewusst sind, so bleibt es dennoch nicht ohne Wirkung auf uns. Denn unser Gehirn holt sich diese abgespeicherten Informationen, „und das, ohne uns Bescheid zu sagen“.  Jedesmal, wenn wir etwas Wahrnehmen, laufen in unserem Gehirn Vergleichsprozesse mit vorhandenen Informationen ab. Es werden alle vorliegenden Informationen herangezogen, also auch die Informationen, die uns gar nicht bewusst sind und auf dieser Grundlage ordnen wir die vorliegende Wahrnehmung ein. D.h. ob wir eine Wahrnehmung im positiven oder im negativen Licht betrachten, hängt von den unserem Gehirn vorliegenden Informationen ab.

Schaffen wir es nun,  Zugang zu den Informationen die in unserem Unbewussten abgelegt sind, zu erhalten, dann wissen wir auch woher unsere Einschätzung einer Wahrnehmung kommt. Und somit, sind wir dann auch in der Lage, Wahrnehmungen bewusst zu beurteilen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

Verantwortung


Wenn Dinge nicht funktionieren, Vorhaben scheitern oder unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, sind wir schnell dabei, eine/n Schuldige/n auszumachen. Also jemanden auf den/die wir die Schuld für das Scheitern abladen können und damit unsere eigene Last von unseren Schultern nehmen.

Bei diesem Vorgang werden gleichzeitig zwei Themen angesprochen.
Schuld und Verantwortung. Schon ganz früh in der Menschheitsgeschichte wurde das Thema Schuld propagandiert. Warum ist das wohl so? Schuld lässt sich, wie kaum ein anderes Thema einsetzen, um andere Menschen auszugrenzen und Macht auszuüben. Deshalb haben sich viele Religionen auch diesem Thema verschrieben. Und dieses machtvolle Instrument hat sich über Generationen in unser Denken eingebrannt.

Ich denke es ist an der Zeit, dass wir uns von dieser althergebrachten Denkweise verabschieden und nicht mehr zulassen, dass diese Macht auf uns wirkt. Es gibt keine Schuld. Und es gibt keinen Grund, warum wir uns schlecht fühlen oder anderen dieses Gefühl vermitteln sollten.
Es gibt nur die Verantwortung für unser eigenes Denken und Handeln. Ich gebe zu, das ist im ersten Moment nicht ganz einfach. Weil es keine Ausreden mehr zu lässt. Andererseits bekommen wir dadurch unser eigenes Leben in die eigenen Hände zurück. Nichts und Niemand, außer wir selbst, trägt die Verantwortung für unser Leben. Es gibt auch keinen Anderen, der unsere Entscheidungen trifft. Deshalb erübrigt sich auch die Frage nach der Schuld. Es bringt auch nichts, dass wir uns selbst die Schuld geben. Stattdessen sollten wir uns einfach bewusst darüber werden, wie wir denken, handeln und fühlen.
Das sind die Grundlagen, für unsere Entscheidungen und in der Folge, für den Verlauf unseres Lebens.

Liebe



Dieses Zitat stammt aus einer wundervoll, berührenden Kurzgeschichte „Irrläufer der Liebe mit Baum und Borke“ von Norma Refle-Waskowsky und ich komme nicht umhin, dieses hier zu veröffentlichen.
Manchmal, muss ich schon über mich selbst schmunzeln 🙂 Da nehme ich mir vor, weitestgehend auf Fremdzitate zu verzichten…. und schwupps, schon poste ich laufend Fremdzitate. So manifestieren sich die Dinge die wir denken. Unser unbewusstes, kennt das Wort „NICHT“ wirklich nicht.

Herzenssache


Anscheinend wird unsere Welt immer rationaler. Schon von klein an müssen wir lernen, unsere Gefühle unter Kontrolle zu halten und beim Denken auszuschalten. Ich wünsche mir für unsere Kinder, ein Unterrichtsfach an den Schulen, das sich damit befasst, der inneren Stimme zu vertrauen und die Intuition zu fördern.

Termine am 24.09.2011 und 22.10.2011


Die neuen Workshoptermine für die nächsten Wochen sind da.

Der neue Weg zu mehr Menschenkenntnis
Haben Sie sich schon einmal gefragt:
– Was Ihre Mitmenschen motiviert?
– Wie Ihre Mitmenschen gerne kommunizieren?
– Wie Sie Potentiale erkennen können?
– Wie Sie Ihre Menschenkenntnis einsetzen können?

Entdecken Sie Ihr eigenes Potential und das Ihrer Mitmenschen auf einen Blick.
Denn die Gesichter erzählen die Geschichten der Menschen. Erfahren Sie, wie Sie, Ihre Wahrnehmung bewusst stärken können